Zitate und Sprichwörter - Philosophie

Vor der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.
Nach der Erleuchtung. Holz hacken und Wasser tragen.
aus dem Zen-Buddismus
Was Du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.
Seneca, römischer Philosoph, 4 v.Chr.-65 n.Chr.
Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Marc Aurel, römischer Kaiser und Feldherr, 121-180
If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear.
George Orwell, englischer Schriftsteller, 1903-1950
Life is a holiday from beeing dead
Dieter Meier, Schweizer Künstler 4. März 1945 -
Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muß anders werden, wenn es besser werden soll.
Georg Christoph von Lichtenberg, deutscher Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Philosoph (1742-1799)
Willst Du wissen, wer Du warst, so schau, wer Du bist. Willst Du wissen, wer Du sein wirst, so schau, was Du tust.
Buddha (Siddharta Gautama 500 v.Chr.)
Und so lang du das nicht hast, Dieses: stirb und werde,
bist du nur ein trüber Gast - auf der dunklen Erde
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749-1832
Wer nicht stirbt, bevor er stirbt,
verdirbt, wenn er stirbt
Jacob Böhme, deutscher Mystiker, 1575-1624
Live as if you were to die tomorrow. Learn as if you were to live forever.
Mahatma Ghandi, Entwickler des gewaltfreien Widerstandes, 1869-1948
Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung.
Okakura Kakuzo, japanischer Kulturphilosoph, 1862-1913
Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht.
Sextus Empiricus, gr. Philosoph, 2. Jhd. n. Chr.
Wenn das Spiel zu Ende ist, kommen König und Bauer in denselben Kasten.
Sprichwort
Die Erkenntnis lehrt mich, dass ich nichts bin.
Die Liebe lehrt mich,dass ich alles bin.
Dazwischen fließt mein Leben.
Nisargadatta Maharaj, indischer Lehrer, 1897 - 1981
Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.
Hermann Hesse, deutscher Dichter, 1877 - 1962
Den Buddhaweg erfahren heißt, sich selbst erfahren.
Sich selbst erfahren heißt, sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen meint, sich in Allem wahrnehmen.
Buddhistischer Zen-Meister
Wenn du andere glücklich sehen willst, übe dich in Mitgefühl.
Wenn du selbst glücklich sein willst, übe dich in Mitgefühl.
Dalai Lama geb. 1935 Tibetanischer Religionsführer
Wer bin ich, wenn ich bin, was ich habe, und dann verliere, was ich habe?
Erich Fromm, Soziologe, Psychologe, Philosoph, 1900-1980
Ton knetend, formt man Gefäße.
Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung.

Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Doch erst sein Leerraum, das Nichts, gibt ihm den Wert.

Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form.
Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.
Laotse, chinesischer Philosoph, 4Jhdt v.Chr.
Wo kein Sinn mehr ist, dort ist erst des Sinnes Beginn,
wo kein Weg mehr ist, da ist erst des Weges Beginn.
Chinesisches Sprichwort
Wer will, der kann, wer nicht will, muß.
Seneca, römischer Philosoph, 4 v.Chr.-65 n.Chr.
Ich kann, weil ich will, was ich muß.
Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724-1804
Wer nicht kann, was er will, muß wollen, was er kann.
Leonardo da Vinci, italienischer Universalkünstler, 1452-1519
Gott sortiert Gebete sicherlich nicht nach Konfessionen.
Johann Gottfried von Herder, deutscher Dichter, 1744-1803
Die Unwissenheit ist ein Meer, das Wissen ein Floß darauf.
Isländisches Sprichwort
Wahre Wissenschaft lehrt vor allem anderen, zu zweifeln und unwissend zu sein.
Verfasser unbekannt
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastischen Chaos, die Erde ein unbegreifliches Massengrab, und unser Geborensein ein Verbrechen, auf das die Todesstrafe gesetzt ist. Verstanden werden kann das Leben nur im Lichte der Ewigkeit.
Carl-Ludwig Schleich, Deutscher Arzt und Schriftsteller
Die Religion, die die Wissenschaft fürchtet, entehrt Gott und begeht Selbstmord.
Verfasser unbekannt
Was die Philosophie beseitigen muß ist die Gewißheit, sei es nun die des Wissens oder des Nichtwissens.
Bertrand Russell, walisischer Philosoph, Mathematiker, 1872-1970
Je mehr man weiß, desto mehr zweifelt man.
Verfasser unbekannt
Das Leben ist, statistisch gesehen, ein Zustand, der um einen geradezu astronomischen Faktor unwahrscheinlicher ist als das Unbelebte.
Hoimar von Ditfurth, deutscher Wissenschaftsjournalist
Nicht das Genie ist seiner Zeit zweihundert Jahre voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um hundert Jahre hinter ihr zurück.
Robert Musil, österreichischer Schriftsteller, 1880-1942
Ich habe kaum jemals einen Mathematiker gesehen, der in der Lage war, vernünftige Schlußfolgerungen zu ziehen.
Plato, griechischer Philosoph 428-347 v.Chr.
Alle Verallgemeinerungen sind gefährlich, sogar diese.
Alexandre Dumas, französischer Schriftsteller, 1802-1870
Als Mathematik können wir das Gebiet bezeichnen, auf dem wir nie wissen, wovon wir eigentlich reden, und ob das was wir sagen auch wahr ist.
Bertrand Russell, walisischer Philosoph, Mathematiker, 1872-1970
Nur sehr wenige Dinge ereignen sich zur rechten Zeit, und alles Übrige ereignet sich überhaupt nicht.
Herodot, griechischer Geschichtsschreiber, 5. Jhdt. v.Chr.
Welche Naivität steckt doch im Grunde dahinter, wenn wir erwarten, daß die ganze Welt, die wir um uns vorfinden, mit all ihrer Fülle und mit all ihren verborgenen Ursachen, in das Volumen ausgerechnet unseres Gehirns hineinpassen müßte.
Hoimar von Dithfurth, deutscher Wissenschaftsjournalist
Ein Prozeß, der von der Amöbe zum Menschen geführt hat, schien den Philosophen augenscheinlichen Fortschritt zu bedeuten - ob die Amöbe dieser Auffassung zustimmen würde, ist nicht bekannt.
Bertrand Russell, walisischer Philosoph, Mathematiker, 1872-1970
Das ist ja der Jammer, die Dummen sind sich so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell, walisischer Philosoph, Mathematiker, 1872-1970
Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.
Albert Einstein, deutscher Physiker 1879-1955
Glaube denen die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die die Wahrheit gefunden haben.
Andre Gide, französischer Autor, 1869-1951
Wenn wir von der Wissenschaft eine moralische Botschaft verlangen, dann wird das Ergebnis entweder eine schlechte Wissenschaft oder eine schlechte Moral sein.
John Mayard Smith, amerikanischer Biologe und Evolutionstheoretiker
Wenn Dreiecke einen Gott hätten, so würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.
Charles Louis de Secondat, Baron de la Brede et de Montesquieu, französischer Politiker, 1689-1755
Es sagte der Goldfisch: Es muß einen Gott geben, wer sonst wechselt täglich das Wasser?
Verfasser unbekannt
Der Glaube versetzt Berge von Menschen unter die Erde
E.A.Rauter
Alle Jahre wieder kommt das nächste Kind
weil wir arm und gläubig, gut katholisch sind.

Weil Papst Paul der sechste streng verboten hat
den Gebrauch der Pille, werden wir nicht satt.

Auch wenn wir verhungern, bleiben wir dabei:
Lieber tot als schuldig, Christus macht uns frei!
Agnes Hüfer
'Es liegt alles in Gottes Hand': damit die Herrschenden alles in Gottes Namen behalten.
Verfasser unbekannt
Wenn ich irgendetwas sehe, höre oder fühle, was ein anderer Mensch getan oder gemacht hat, und wenn ich in der Spur die er hinterläßt, einen Menschen entdecken kann, seinen Verstand, sein Wollen, sein Verlangen, sein Ringen - das ist für mich Kunst.
I.Gall, Theories of Art
Wir stehen am Ufer eines Ozeans und schreien in die leere Nacht hinaus; zuweilen antwortet eine Stimme aus dem Dunkel. Aber es ist die Stimme eines Ertrinkenden, und im nächsten Augenblick kehrt das Schweigen wieder.
Bertrand Russell, walisischer Philosoph, Mathematiker, 1872-1970
Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in neue, andre Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
es will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimlich einem Lebenskreise
nun traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse, deutscher Dichter, 1877-1962
Der Glaube an den Verstand ist der einzige Glaube, der sich bis jetzt durch seine Früchte gerechtferigt hat.
George Santayana, amerikanischer Philosoph, 1863-1952
All human actions are equivalent ... and ... all are on principle doomed ...
Jean-Paul Sartre (Being and Nothingness, Conclusion, sct. 2), französischer Philosoph, 1905-1980
Verliere keine Zeit durch Beten.
Ovid, römischer Dichter, 43 v.Chr.-17 n.Chr.
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