div class="ue1">Motorrad - Dolomitentour im Juli 2001

Wir waren - von Stuttgart gerechnet - ingesamt 6 Tage unterwegs und sind mehr als 20 Pässe, "Jöcher" und Sättel gefahren. Kann mir jemand den Unterschied zwischen diesen drei Bezeichnungen erklären?

  Herbert hat folgendes herausbekommen:

- ein Pass ist die "Verbindung zweier Täler über die Einsattelung eines Berges"
- ein Joch ist "eine Einsattelung im Kamm eines Gebirges"
- ein Sattel ist "ein Gebirgseinschnitt"

allerdings ändern sich die Bezeichnungen schon mal von Region zu Region . . . :-(

Mein persönlicher Eindruck der Dolomiten ist, daß man in der Woche recht flott und ungestört fahren kann. Am Wochenende kann ich jedem nur raten, sich die allerkleinsten Straßen zu suchen und auch die größeren Orte zu meiden. Auch sollte man die Übernachtungen Fr/Sa, Sa/So und auch So/Mo vorbuchen, da man sonst in Schwierigkeiten kommen kann.

Die Straßen sind in der Regel relativ gut, teilweise waren sie funkelnagel neu. Einige weniger befahrene Strecken sind auch schon mal schlechter, aber mit riesigen Löchern muß man nicht rechnen. Wer Kehren liebt, kommt bei den Pässen voll auf seine Kosten, allerdings sind die Aufstiege mit Sozius und Gepäck mühsam - bei den kurzen Geraden zwischen den Kehren kommt man da an Autos schlecht vorbei.

Grundlage von Herbert's Tourplanung war die ADAC-Karte "Motorradtouren 1, Alpen Ost" die ich nur weiterempfehlen kann. Allerdings sollte man noch ein Karte im 200.000er Maßstab dabei haben, da man sonst beim Verlassen der empfohlenen Strecke schon unsicher werden könnte. Unsere Strecke (Karte und Liste) findet ihr bei Herberts RT-Reise-Seite oder über den direkten Link

Überlegt Euch aber gut, ob Ihr nur Pässe fahren wollt, denn meiner Meinung nach sind auch die Täler (z.B. Lessachtal, Strecke Lorenzago-Comeglians-Forni Avoltri-Sappada-St.Stefano, Strecke Kastellruth-St.Ulrich-Wolkenstein, Planseeufer) ein echter Kurvenspaß insbesondere für Maschinen mit weniger als 70PS.

Besonders zu erwähnen ist bei den Pässen der Stallersattel, da hier Einbahnstraßenverkehr angesagt ist. Den Einbahnverkehr regelt eine Ampel und die schaltet im Viertel-Stunden-Takt: Kommt Ihr von Italien nach Österreich, dann dürft Ihr von halb bis viertel-vor hochfahren, kommt Ihr aus der anderen Richtung, dann dürft Ihr nur von voll bis viertel-nach herunter (siehe Foto im Hintergrund zwischen Thomas und mir). Die Straße ist so schmal, daß auch das Überholen ziemlich schwierig wird - obwohl kein Gegenverkehr kommt.

Und noch ein Tip zum Großglockner: man kann wirklich bis ganz hoch fahren, aber da wird die Straße echt eng (siehe Foto ganz unten) und das Kopfsteinpflaster in dieser schwindelnden Höhe möcht' ich nicht bei Regen genießen.


Noch ein Tip eines Lesers:

Aufgepaßt bei unübersichtlichen Kurven, es ist jede Menge Weidegetier unterwegs, das entweder selbst in der Kurve steht, oder aber glitschige "Reste" hinterläßt!


Herbert
Thomas
Hahntennjoch
Timmelsjoch
Wolkenstein
Grödnerjoch
Passo Pordoi
Karer See
Passo Pordoi
Herbert
Passo Pordoi
Marmolada
Marmolada
Rolle Paß
Herbert
Thomas
Monte Civetta
Colle Santa Lucia
Drei Zinnen
Staller Sattel
Staller Sattel
Staller Sattel
Großglockner
Großglockner
Großglockner
     
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