Computer - Rennspiele

Inhalt:
Nascar-Racing, Indycar-Racing
4x4 Evolution
Playstation 2
Playstation 2, die zweite
Burnout
Burnout Erfahrungsbericht
Burnout Gewinne
Ringtaxi Nordschleife - nix virtuell!
Need for Speed - Hot Pursuit 2

Fliegen ist natürlich klasse aber so richtige Action gibt es beim Autorennen. Man muß nicht unbedingt ein Lenkrad haben, auch mit einem analogen Joystick macht es schon eine Menge Spaß!

Mein erstes Autorennen war Racing-Days-R. Das war zwar grafisch gut gemacht, die Steuerung erinnerte aber mehr an eine Spielkonsole. Ganz nett, aber auf die Dauer war die digitale Steuerung doch ziemlich nervig. Auch die Festlegung auf 3 Kurse, die je nach erreichtem Leven (3) ein paar mehr Kurven bekamen war unbefriedigend.

Nascar-Racing, Indy-Car-Racing

Nascar-Racing ist schon ein prima Rennspiel. Die Grafik läßt zwar einige Wünsche offen, aber der Fahrspaß leidet darunter nicht. Einzig das Ovale fahren ist ein bißchen monoton. Da man Nascar aber auch über's Netz (LAN oder Internet) spielen kann kommt zu zweit so richtig Stimmung auf!  
Große Unterschiede zwischen Nascar und Indycar gibt es eigentlich nicht, die Programme kommen mit nahezu dem gleichen Interface daher. Natürlich fahren die Indycar-Wagen schneller und man muß sensibler lenken, aber im Prinzip sind beide Spiele von gleichem Unterhaltungswert.

4x4 Evolution

Was Grafik und Sound angeht ist 4x4-Evolution der Knüller! Endlich mal wild durch die Pampa brettern, keine Rücksicht auf Steine und Zäune - man kann wirklich komplett querfeldein fahren! Tags, in der Dämmerung, nachts, bei Regen und Nebel - ein Wahnsinn. Ohne 3D-Karte geht natürlich nichts, aber meine Voodoo2 reichte schon. Außer den Autos ist noch einiges anderes animiert, wie zum Beispiel Tankwagen, Planierraupen (aufgepaßt!) Flugzeuge und Fische(!). Man muß bisweilen schwer zusehen, daß man nicht von der Ideallinie gedrückt wird von solchen Spezialitäten.

Auch 4x4 kann man übers LAN oder das Internet spielen. Mit Jutta und Jörg habe ich mir schon die ein oder andere Runde erkämpft! Man kann die Standard-Fahrzeuge aufrüsten, breite Schlappen, höher(!)legen und schon kommt man überall durch. Und wenn man mal von der Piste ein Abkürzung nimmt, kann es sein, daß da ein Schatzkästlein liegt, mit ein paar Dollars drin.

Auf 16 Kursen und mit 20(?) verschiedenen Geländewagen kann man sich so richtig austoben, bei den aufgerüsteten Modellen noch dazu jede Menge Fahrwerkskomponenten - abhängig vom Kurs - einstellen.

Playstation 2

Das Spielen am Computer hat nun fast ein Ende gefunden. Meine herzallerliebste Jutta hat mir für drei nicht eingelöste Geburtstags-Gutscheine eine PS2 geschenkt. Sie war natürlich schon ein bißchen erschreckt, als sie an der Kasse den Preis erfahren hatte, aber schweren Herzens hat sie dem "Kleinen" doch einen Herzenswunsch erfüllt.

Die PSone-Spiele sind ja nicht schlecht, aber wer mal ein neues PS2-Spiel gesehen hat (Ridge-Racer V) dem zieht's die Schuhe aus: Kommentar von Jutta: "uuh, das ist ja wie Fernsehen!". Ridge-Racer ist natürlich nicht das non-plus-ultra, MotoGP - der Motorrad-Simulator ist da noch deutlich besser, aber die Spiegelungseffekte, der absolut flüssige Bildschirmaufbau sind eine Wucht. Und wenn's dann noch in der Hand rüttelt, dann bekommt man ratz-fatz schweißnasse Hände.

Ich würd' euch gerne ein paar Screenshots zeigen, aber die sind wirklich nur ein schlechter Abklatsch des Fernsehbildes. Wenn Ihr mal im Laden so ein Ding stehen seht, dann müßt Ihr Euch unbedingt mal daran versuchen!

Und wem die Spieleauswahl nicht groß genug erscheint, der kann ja ein PSone-Spiel einwerfen, die Textur-Glättung aktivieren und sich wundern, wie gut "GranTurismo2" und "ColinMcRae-Rallye 2" darauf aussehen - vom Spielspaß ganz zu schweigen.

Einen Vorgeschmack, auf das was mit dem Ding möglich ist, erhaltet Ihr, wenn Ihr die GT3-Demo einwerft. Zwar gibt's nur 150 Sekunden Fahrspaß mit 3 Autos auf 2 Strecken (Trial Mountain, Laguna Seca), aber insbesondere das Replay sieht aus wie von einer Live-Übertragung in der Glotze!

Playstation 2, die zweite

Ich hatte geschrieben, daß das Spielen am Computer fast ein Ende gefunden hat: Es hat ein wirkliches Ende gefunden! Nachdem ich beim GT2 nun alle Lizenzen herausgearbeitet habe - einige Kinderpreise waren der Speziallizenz dabei - und auch die Spezialrennen fast komplett habe, habe ich mich der Colin McRae-Rallye 2 zugewandt. Der Suchfaktor ist vergleichbar, wenn auch von der Art her natürlich anders. Die Grafik ist etwas besser und wenn man konzentriert unterwegs ist, dann sieht man keine Pixelstrukturen mehr - die Texturen sind immer in der richtigen Auflösung.

Was viel in Bezug auf die grafische Ausgabequalität ausgemacht hat, ist der RGB-Adapter (Scart-Stecker), der die Farbendstufen des Fernsehers direkt ansteuert und ihm nicht das decodieren des FBAS-Signals zumutet. So ist das Bild schärfer und es gibt kein Farbrauschen! Ich habe für die PS2 keinen Adapter gefunden, aber der PSone-Adapter (für 9,90DM ein echtes Schnäppchen) tut es genauso - offenbar hat man bei Sony die Steckerbelegung ausgangsseitig nicht geändert.

Burnout

Man muß nicht unbedingt "ordentlich" fahren, um Spaß zu haben. Die Demo von Burnout für die PS2 hat mich dazu verführt, mal ganz was anderes zu probieren:

Wer - genervt vom Berufsverkehr - den anderen mal zeigen will, was ein guter Fahrer ist, der sollte es mit diesem Spiel probieren. Lücken springen, in den Gegenverkehr ausweichen, über den Bürgersteig abkürzen - der Traum aller reglementierungsgenervten Autofahrer. Aber Achtung, Ihr müßt verdammt, wirklich verdammt gut sein.

Nicht auf die Autos gucken - sondern auf die Lücken, nicht bremsen - sondern ausweichen, nicht zögern - sondern entscheiden! Nur so kommt Ihr heil an. Und wenn nicht, sind die Replays der Crashes eine Wonne. Obwohl ich die ersten 2 Stunden nicht die Spur einer Chance gehabt habe, habe ich einen riesigen Spaß gehabt.

Für jeden, der den Alltag mal vergessen will und nur so drauf losheizen will, ist das Spiel erste Sahne. Und bei allem gecrashe lernt man dann den "normalen" Straßenverkehr wieder zu schätzen - denn man ist schlechter, als es dem Blech und der eigenen Gesundheit gut täte!

Wer sich hier 2 Stunden ausgetobt hat, der hat jegliche Aggression abgebaut und sehnt sich nach "vernünftigem" Autofahren!

Burnout Erfahrungsbericht

Nun hab' ich ein paar mehr Stunden hinter mir und auch einige Wettbewerbe gewonnen. Das Fahrverhalten ist zwar arcadelastig, aber in bißchen Feingefühl benötigt man schon. Insbesondere, wenn man im fließenden Gegenverkehr (gibt Punkte!) eine Lücke "treffen" muß, oder einen Powerslide über mehrere zig-Meter (gibt Punkte!) hinlegen will. Die anderen Autos reagieren relativ intelligent, das heißt, sie versuchen auch auszuweichen - nur leider sind sie oft nicht schnell genug dabei :-(.

Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Spiel, denn die Grafik ist abwechslungsreich, es gibt dutzende verschiedener Autoformen, vom Kleinwagen bis zum Sattelauflieger, und die Landschaft ist auch sehr nett und vielfältig. Außerdem ist immer wieder mit Überraschungen zu rechnen, mal biegt einer unerwartet ab, mal steht ein Bus auf der Kreuzung und manchmal drückt einen der Gegner gegen ein Hindernis. Also Adrenalin pur - aber immer sind die Herausforderungen zu schaffen.

Und noch eins: Nicht "angeheitert" fahren, sonst wird Euch kotzübel!

Für alle die, die wissen wollen, was sie erwartet, hier die Gewinne:

Achtung: auf den "rückwärts"-Strecken ist verschärft mit Gegenverkehr zu rechnen!

Rennen schaltet frei: Strecken Autos Extras
Anfangsbedingungen Interstate
Harbour Town
River City
Supermini
Sports Coupe
Saloon
Muscle
Pickup
 
Journeyman-Grand Prix Hillside Pass
Twilight Harbour (Harbour Town rückwärts, Dämmerung)
Gridlock USA
Big Run Grand Prix (Meisterschaft)
   
Face Off 1 (Twilight Harbour)   Roadster  
Big Run Grand Prix Euro Marathon (Harbour Town + RiverCity)
Rush Hour (Interstate rückwärts)
Face Off 2
Euro Marathon (Meisterschaft)
   
Face Off 2 (Rush Hour)   Tow Truck  
Euro Marathon Euro Marathon EX (Euro Marathon rückwärts, nachts)
Cliffhanger (Hillside Pass rückwärts)
Midnight Run (River City rückwärts, nachts, naß)
Night Shift (Gridlock USA rückwärts, nachts, naß)
Savage Streets Grand Prix (Meisterschaft)
  Überleben
Savage Streets Grand Prix Country Chaos (Cliffhanger, viel Verkehr)
Sunset River (River City, Dämmerung, viel Verkehr)
Face Off 3
Twilight Grand Prix (Meisterschaft)
   
Face Off 3 (Night Shift)   Saloon GT  
Twilight Grand Prix USA-Marathon (Hillside Pass + Interstate + Gridlock, Dämmerung)
Face Off 4
USA-Marathon (Meisterschaft)
   
Face Off 4 (Midnight Run)   Bus  
USA-Marathon USA-Marathon EX (USA-Marathon , nachts, rückwärts)   einfache Rennen (ohne Verkehr)
. . . Du hast Burnout gemeistert! . . .

Nachdem ich nun fast durch bin, kann ich nur sagen: es ist zu schaffen, aber Ihr müßt hellwach und topfit sein. Ich fahre alles mit Handschaltung weil die Autos dann besser beschleunigen und ab und zu empfiehlt es sich, nicht Vollgas zu fahren, weil man da besser ausweichen kann. Noch einen Tip: keine Angst vor dem Gegenverkehr - er ist meist schwächer als der Verkehr auf der "richtigen" Spur.

Ringtaxi Nordschleife - nix virtuell!

Nachdem sich mittlerweile rumgesprochen hat, daß ich Gefallen am Motorsport gefunden habe, hatten sich die Nachbarn zu meinem 40ten Geburtstag zusammengetan und mir eine Fahrt mit dem Ringtaxi auf der Nordschleife des Nürburgrings geschenkt. Ich wollte noch im vergangenen September einen Termin ausmachen, doch leider war das Jahr schon völlig ausgebucht. Also im März diesen Jahres angerufen und den ersten freien Termin am 07. Oktober 2002 bekommen.

Das war heute!

Für alle die, denen "Ringtaxi" nichts sagt, hier die Erläuterung in Kürze: Auf der Nordschleife des Nürburgrings kann man als "normaler" Autofahrer seine Runden drehen (12 Euro/Runde) und das erfreut sich extrem großer Beliebtheit. Mit seinem (un)getunten Auto auf der alten F1-Strecke (Niki Lauda hat sich dort sein Ohr verbrannt) entlangbrettern hat schon was - wenn man es kann! Ich hab' mich das bisher nicht getraut, weil ich das ortsansässige Kfz-Gewerbe nicht mehr als notwendig fördern möchte, denn für den Unerfahrenen birgt die Strecke doch reichlich Möglichkeiten zum Verlassen derselben - nur daß fast keine Auslaufzonen da sind :-(.

Für solche Menschen wie mich gibt es aber ein Taxi, das einen - mehr oder weniger kommod, aber immer sicher - die 20,8km erleben läßt. Meist fährt Sabine Schmitz (auch bekannt unter Ihrem früheren Namen Sabine Reck), die einige Rundenrekorde dort hält, die maximal drei Passagiere in einem 400PS starken BMW M5 um die Kurven. So heute auch mich, Jutta und Olaf. Da es mein Geburtstagsgeschenk war, saß ich natürlich vorne (rechts!).

Es ist schwierig, in Worte zu fassen, was man da erlebt. Auch ein Video kann nicht rüberbringen, wie man sich fühlt. Dennoch will ich versuchen, meine Eindrücke wahrheitsgemäß zu schildern:

Wir waren die zweite Fuhre am Tag, das Wetter war etwas sonnig, die Strecke trocken und die Serien(!)Reifen des M5 schon ein wenig warm (Knistern in den Felgen). Bis zur ersten Pylonenreihe an der Einfahrt ging es noch gemächlich zu, bei den Pylonen drehte Frau Schmitz am Lenkrad, gab Gas und da war sich das Heck des Wagens für einen Moment unsicher, ob es nicht vielleicht doch vorne fahren wollte. Aber das war nur der erste Passagiertest, den wir wohl ganz gut bestanden hatten.

Denn danach wurde es heftiger!

Beim Einbremsen in die nächste Kurve hatte ich schon Angst, daß sich meine Füße durch das Bodenblech schieben würden, denn meine 78kg Lebendgewicht wollten doch deutlich schneller Richtung Kurveneingang, als das Prachtstück aus dem Hause BMW. Macht aber nichts, das Bodenblech hielt. Viel erstaunlicher war allerdings, daß auch die Reifen hielten, als wir ganz leicht querkommend - das Heck dachte offenbar, daß es bei der zweiten Kurve eine Chance hätte an den Vorderrädern vorbeizukommen - unter lautstarkem Getöse eben jener Reifen durch die Kurve hetzten.

Das Spiel wiederholte sich Kurve um Kurve: anbremsen (mal mehr, mal weniger), quietschen (meistens mehr), Überholversuch des Hecks auf der Außenlinie, einzwingen des Hecks auf die Ideallinie durch sanftes Korrigieren mit Steuer und Gaspedal, und wieder raus mit der Fuhre in Richtung nächste Kurve.

Schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man in rasendem Tempo auf eine Kurve zuschießt, von der man nicht ansatzweise erahnt, wie sie nach dem Horizont weiterverläuft. Mal knickt die Straße nach links ab, dann verschwindet sie wieder so schnell, daß der BMW denkt "Freude am Fahren: ja, aber fliegen macht erst richtig Spaß!"
Bergauf-bergab, außen-innen-außen, einbremsen-leicht anstellen-rausbeschleunigen, in-den-Sitz-gedrückt-werden, sich-ganz-leicht-fühlen. Einfach der Wahnsinn, was für Kräfte da auf den Körper wirken - und daß ein Fast-Serienwagen das mitmacht ohne zu zerbersten. Wir haben alle nur an Achterbahn gedacht. Und immer ein absolut sicheres Gefühl. Diese Frau kennt jeden Zentimeter des Asphalts - und auch die Curbs sind ihre Freunde!

Fazit

Wer Spaß am sportlichen Autofahren hat, der sollte sich mal so professionell um die Nordschleife fahren lassen - ein Erlebnis das man bestimmt nicht vergißt. Ich habe einen Wahnsinns Respekt vor den Fahrern die sich das bei einem Rennen antun, denn der Kurs ist dermaßen vielfältig und anspruchsvoll, daß man den wohl ziemlich oft fahren muß um all' seine Tücken zu kennen und ihm die letzten Sekündchen abzupressen.

Und nochmals ein dickes Kompliment an Sabine Schmitz: So locker so schnell über diese komplexe Strecke zu fahren ist wahre Kunst!

Need for Speed - Hot Pursuit 2

Deutlich virtueller als die Fahrt auf der Nordschleife ist dann schon NFS HP2! Das Fahrverhalten ist - natürlich - sehr arcadelastig, aber nicht unplausibel. Man kann nach Herzenslust driften, und wenn man es mal übertrieben hat und die Karre irgendwo hängenbleibt, ist das kein Drama. Das Schadensmodell ist mehr oder weniger nur optisch - und auch nicht sehr rabiat. Eingedrückte Karosserie, gesplitterte Scheiben - aber keine abfallenden Teile. Ist aber meines Erachtens ganz ok so.

Die fahrerischen Herausforderungen steigern sich mit zunehmnder Motorleistung der gewonnen Wagen und man bekommt so ein ganz gutes Gefühl für das Spiel. Wirklich anspruchsvoll wird es aber, wenn man in den Verfolgermodus wechselt. Sei es, daß man der Polizei davon fahren muß, oder daß man selbst ein "Cop" ist. Letzeres bedarf schon einiger Übung, denn einen Wagen abzudrängen und zum Stehen zu bringen, ist nicht wirklich einfach. Umgekehrt macht es auch jede Menge Laune, die Polizei zu narren, Haken zu schlagen, durch Straßensperren zu brettern und den Hubschrauber-Bomben (kein Witz!) auszuweichen.

Mein Fazit: Als Spiel zwischendurch erste Sahne - insbesondere wenn man von Luxusautomarken wie Ferrari und Lamborghini träumt.

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