Computer - Historie

Inhalt:
Memotech
Atari
Performa 5200
PowerMac 6500
Diascanner
iMac
CD-Brenner Waitec 4046
ISDN-Adapter Acer T30

Aller Anfang ist schwer! Irgendwann sagte mal einer meiner Uni-Profs, daß es nicht sein könne, daß Elektroingenieure nicht mit Computern umgehen könnten. Ich hatte keine Ahnung von Computern, die Dinger waren mir unheimlich - pieps, blink, ratter. Im Programmierkurs Pascal auf Lochkarten habe ich mich ziemlich gequält. Mein erstes Programm hatte ca. 90 Zeilen und über 100 Fehler! Wo soll das hinführen - jedenfalls nicht zum Programmierer.

Aber mir leuchtete die Auffassung des Profs ein, und so schaffte ich nach umfangreicher Beratung eines Kommilitonen einen Computer an - wovor du dich fürchtest, dafür interessiere dich!

Memotech

Da stand er nun, mattschwarz mit grün leuchtendem Monitor: Ein Memotech MTX 512 - Betriebssystem CPM 2.2, Hauptspeicher 64kB - ja, ja, 64kB, nicht 640KB oder 64MB. Das Diskettenlaufwerk fasste glaub' ich 256K, 5,25 Zoll Floppies - da weiß man noch, woher der Name Floppy kommt.

Eine serielle Schnittstelle hab' ich selbst nachgerüstet - damals konnte ich noch löten und die Digitaltechnik war ja praktisch Gleichstrom.

Auf dieser Kiste habe ich meine Studien- und meine Diplomarbeit geschrieben und auf einem 9-Nadler in Papier graviert. War schwierig genug, weil in meiner Studentenbude im Sommer immer über 30 Grad waren und der Rechner ab 28 Grad abstürzte. Also Gehäuse aufmachen, Kühlbleche nachrüsten - das war noch echte "Hardware-Arbeit".

Und auf dieser Kiste hat Jutta mit ihren Maschinenbauer-Kommilitonen sogar Getriebe berechnet. Das Programm dazu haben wir zu dritt entwickelt. Alles noch ohne GUI, nur mit read und write - ging auch!

Atari

Dann kamen die Ataris auf den Markt: Atari 520ST+, schwarz/weiß-Bildschirm, 512KB RAM, 3,5 Zoll Floppy (oder besser "Hardy") das war mein zweiter, dann Atari Mega ST2, dann 'ne Festplatte von Vortex dazu. Jutta hatte einen 1040er - auf dem schrieb sie dann ihre Diplomarbeit. Dann übernahm sie meinen ST2.

Modellpflege bei Atari und der Wunsch nach Schnellerem trieben mich dann noch zu einem Mega STE und dann war aber Schluß mit Atari - der Stern von Atari begann zu sinken, und ich wollte nicht auf einem toten Ast sitzen.

Da gab es eine schwere Entscheidung: Wintel-Rechner wie im Büro oder doch die teure - aber bessere - Alternative: Macintosh? Jutta plädiert für "Kompatibilität", ich bestand auf Benutzerfreundlichkeit. Machen wir's kurz, Ihr habt's schon gesehen - ein Mac kam ins Haus.

Apple Macintosh Performa 5200

Der erste war ein Performa 5200, gutes Einsteigergerät, leidlich fix, alles drin, alles dran (Lautsprecher, Mikrophon, CD-Laufwerk, Monitor). Der tut heute noch als Surfstation in Juttas Arbeitszimmer seinen Dienst. Irgendwann aber war der mir nicht mehr schnell genug und 800x600 Punkte in nur 256 Farben waren natürlich auch zu wenig. Außerdem war er für das "Flight unlimited" viel zu langsam.


Apple Macintosh Performa 6500

So steht denn nun ein 6500er hier auf dem Schreibtisch mit 17-Zöller und CD-Brenner. Auch ein Scanner hat sich dazugesellt, dem ich mit viel Liebe und Geduld beigebracht habe, wie er Dias in passabler Qualität einscannt. Die Bilder der Homepage kommen fast ausschließlich von diesem Mustek 1200SP.

Der Atari ist übrigens noch voll funktionsfähig und steht in einer Kiste verpackt auf unserem Speicher - hat jemand Interesse, ihn zu kaufen?

29.06.2000

Nikon Diascanner

Den Absatz über die Scans mit dem Mustek muß ich nun relativieren. Dank der Empfehlung von Peter hab' ich mir einen NIKON Coolscan LS30 Diascanner geleistet (im Bild oben - rechts neben dem Monitor zu erkennen). Das allerbeste an diesem Gerät ist aber nicht die Wahnsinns-Auflösung von 2700dpi, sondern die mitgelieferte Software. Gut, Photoshop 5.0 LE ist im Grunde Photoshop 4.0, und damit nicht mehr der letzte Stand der Technik, aber für den Haus-(Homepage-)gebrauch allemal ausreichend. Auch zu bemerken ist, daß das entfusseln von Dias fast nicht nötig ist. Mit der eingebauten IR-Vorscannung erkennt der Scanner, was Fussel ist, und was Bildinhalt. Das gleiche gilt auch für Kratzer, nach dem "geheilten" Scan sieht das Dia aus wie neu! Wie er das macht, ist mir allerdings nicht ganz klar. . .

Der Knaller aber ist Silverfast LE. Mit den sehr bedienungsfreundlichen Möglichkeiten zur Helligkeits- und Farbkorrektur vor dem Scan, kann man aus jedem Bild wirklich das letzte rausholen. Fazit: unbedingt zu empfehlen.

Mittlerweile ist der 5200 auf's Altenteil verschoben, und Jutta hat nun einen iMac.

iMac 350

Das kleine Kerlchen ist ein guter Kauf gewesen: höllisch schnell, sehr platzsparend und - kein Lüfter! Wenn die Festplatte nicht läuft, gibt er keinen(!) Mucks von sich. Mit der schnellen 3D-Grafikkarte (2xAGP) läßt sich's deutlich besser fliegen, als mit dem aufgerüsteten 6500er. Schade eigenlich, daß der Gravis Firebird nicht dranpaßt . . .

Lediglich der Bildschirm ist ein bisserl klein, ebenso wie die Rundmaus. Bei letzterer hätte Apple ruhig ein bißchen mehr Plastik spendieren können. Mittlerweile hab' ich die Rundmaus gegen eine Logitech 3-Tasten-Maus mit Rollrad getauscht und nun macht auch das "Mausen" Spaß!

Nettes am Rande: Standardmäßig kommt er mit einem Ethernetanschluß daher. So hab ich eine Ethernetkarte in dem 6500 nachgerüstet und schwuppdiwupp haben wir ein Mini-LAN im Hause. Praktisch zum Dateien verschieben und zum "Fern"-brennen über den 6500.

Waitec WT 4046 (Yamaha CRW 4260) CD-Brenner

Apropos brennen. Nach knapp zwei Jahren erfolgreichen Brennens fing der der Brenner an, Zicken zu machen. Immer öfter hatte ich das Problem "tracking servo failure" mit dem Ergebnis, daß die CD "verschossen" war. Ich dachte erst, die Optik wäre verschmutzt und hab' sie mit destiliertem Wasser gesäubert. Das half allerdings nichts! Ich war völlig ratlos, und hatte mich schon mit dem Gedanken vertraut gemacht, den Brenner zur Reparatur zu geben - mit finanziell ungewissem Ausgang. Eine letzte Suche im Netz führte mich dann zu Olaf Kaluzas Seite, der erläuterte, daß das Fetten des Schlittens auf dem der Servo sitzt, bei HP-Brennern mit ähnlichen Problemen geholfen hat. Er fettete den Schlitten mit Silikonfett aus dem Modellbau. Leider hatte ich keines im Hause und so versuchte ich einfach das ganze mit zähflüssigem Waffenöl. Und siehe da, danach habe ich 6 Brennvorgänge ohne Probleme machen können! Aber Achtung: ich geb' keine Garantie, daß das bei anderen Brennern als meinem funktioniert. Es ist absolut Eurer eigenes Risiko wenn Ihr es versucht!

Bei mir, also besser gesagt bei meinem Brenner, sieht die Brenneroptik so aus, und ich hab auf die rot gekringelten Stellen je einen (!) Tropfen dickflüssiges Öl gegeben.

ISDN-Adapter Acer T30

Und apropos Probleme: mein Acer-ISDN-Modem war auch ein wenig problematisch geworden. Immer häufiger waren Verbindungsabbrüche und undefiniertes Verhalten aufgetreten. Ein Softwareupdate und alle möglichen Einstellungen an den DIP-Schaltern an der Rückwand brachten keine Verbesserung. Was wirklich geholfen hat, war das Nachlöten sämtlicher Lötpunkte auf der Platine. Halt, eine Ausnahme gibt es: die von den zwei ICs, bei denen die Pins keinen halben Millimeter entfernt waren, die hab' ich ausgelassen. Alle anderen Lötpunkte hab ich nachgelötet und seitdem keine Probleme mehr! Auch hier gilt: wenn Ihr das nachmacht, dann natürlich auf eigenes Risiko! Ich hafte für gar keine Folgen in diesem Zusammenhang

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