Computer - Flugsimulator

Inhalt:
MS Flight Simulator 4.0
F/A 18 Hornet
A10 Attack!
Flight unlimited
Airbus-Flugsimulator
F/A 18 Korea
Fly!
FS2004 - mit Hubschraubern!
FS X - mit Geodaten

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, wie ein Vogel zu fliegen. Nun, selbst fliegen verbietet sich bei unserem Gewicht und der mangelhaften Leistungsausbeute unserer Muskeln, aber es gibt ja die Technik.

Da ein Flugschein ziemlich teuer ist und auch jede Menge Zeit verschlingt, haben mich seit Anbeginn meiner "Computerkarriere" Flugsimulatoren fasziniert. So ging es denn mit einem M$-Flugsimulator auf einem Atari los. Nicht sonderlich tolle Darstellung, aber schon ein erster Eindruck.

MS Flight Simulator 4.0

Erst mit dem Mac und einem Joystick erschloß ein etwas realistätsnäheres Gefühl. Auch hier hab ich mit dem M$-Flugsimulator V4 angefangen. Die Grafik ist nicht berühmt, aber mit Karten und Funkfeuer, Wind und Wolken macht die Sache durchaus Spaß. Außerdem lief das Teil auch bereits auf meinem Performa 5200 leidlich akzeptabel schnell. Und so sieht es aus, wenn man damit New York anfliegt - die WTC-Tower sind ja nun Geschichte.

F/A 18 Hornet

Die Demo des F/A18-Hornet über Hawai macht im Tiefflug so richtig Spaß, wenn der Rechner auch 1024x768 noch flüssig darstellen kann (das konnte dann erst der 6500er). Leider hab' ich's nicht geschafft, davon einen Screenshot zu machen.

A10 Attack!

Im Spiele-Bundle fiel mir dann der A10-Attack! in die Hände, der auch Flüge über Deutschland zuließ - wenn auch nur in Kampfhandlungen. Ab man kann auch dabei seinen Spaß haben - programmierbarer Joystick vorausgesetzt. Hier seht Ihr aus dem Cockpit der A10 den Anflug auf eine Stadt - alles noch ziemlich klotzig,

Flight unlimited

Erst mit Flight Unlimited bekommt man auch was fürs Auge geboten, und ich denke, daß ich mit keinem meiner Flugsimulatoren soviel Zeit verbracht habe wie mit diesem. Etwas neidisch bin ich auf die DOS-Fraktion, weil es für die auch die Version 2 gibt, bei der man auf Verkehrsflughäfen landen kann und so richtig am Fluggeschehen teilnehmen kann. Nun ja, vielleicht gibt's ja Version 3 auch mal für Macs.

Hier den Screenshot einer Aufzeichnung, denn man konnte sich die Flugmanöver hinterher nochmal in Ruhe anschauen und so systematisch sein Können verbessern.

Nun bin ich gespannt auf den angekündigten "Fly!" - den soll es auch für Macs geben - allein die Hardware-Anforderungen lassen mich schwindeln.

Airbus-Flugsimulator

Was auch immer sich auf dem Monitor tut, den richtigen Kick bekommt Ihr, wenn Ihr mal im Simulator der Lufthansa sitzt. Ich hab das Glück gehabt, daß ich zum Geburtstag eine Simulator-Runde geschenkt bekommen habe. Das Cockpit schaut aus, wie bei einem echten "Flieger" und für jeden Flugzeugtyp gibt es auf dem Lufthansagelände in Frankfurt eine eigenen Simulator. Elf Stück an der Zahl.

Der Airbus wird übrigens tatsächlich mit einem "Joystick" geflogen - im Bild leider nicht zu erkennen - mit der linken Hand!

Wie fliegt sich's so im Simulator?

Nun ja, von dem was man macht, ist es den PC-Simulatoren recht ähnlich. Der große Unterschied ist, daß man auf die Aktionen sofort körperliche Rückmeldung bekommt. Bereits das Fahren zur Startbahn ist ein Erlebnis: es schüttelt und ruckelt, so, wie man das von den "billigen" Plätzen im Flugzeug kennt. Beim Startvorgang, erst beschleunigen, dann die Nase 17 Grad hochnehmen, drückts einen tatsächlich in den Sitz!

Und dann hat man alle Mühe, auf die Instrumente zu gucken und Steigrate, Flughöhe, Klappen und Fahrwerk aufeinander anzupassen. Sanft geflogene Kurven bemerkt man nur an den Instrumenten und natürlich an der Landschaft. Starke Kurven bemerkt man hingegen sehr deutlich an der Bewegung der "ganzen" Maschine.

Ein Wort zur Landschaft: Die Grafik ist nicht so doll, wie sie mittlerweile von PC-Simulatoren geboten wird. Aber mit der Bewegung der Maschine und dem Uhrenladen im Cockpit vergißt man sehr schnell, das es nur eine Simulation ist.

Noch spannender als der Start ist dann das Landen. Wie bei meinen ersten Flugsimulator-Versuchen am Computer ist es auch hier ein Kunststück, den Vogel genau auf die Landebahn zusteuern zu lassen und auch noch die richtige Höhe und Sinkgeschwindigkeit beizubehalten. Wertvolle Hilfe hierzu gibt der Trainer, in meinem Falle ein Lufthansa-Expilot. Ohne seine Hilfe wäre die Maschine vermutlich nicht heil unten angekommen.

Fazit: Für jeden Flugsimulatorbegeisterten ein, wenn auch teures, Muß. Allerdings sollte man schon ziemlich viel zu Hause geübt haben, um nicht überfordert zu sein von dem, was da alles zu beachten ist.

Und wenn man sich ein bißchen mit der Materie auskennt, kann man die Funksprüche richtig interpretieren.

Und wieder zurück zum heimischen Computer!

Da hat sich doch vor Weihnachten noch die Gelegenheit ergeben - und das gleich zweifach:

F/A 18 Korea

Zunächst mal war die kleine MacMagic Voodoo1-Beschleunigerkarte um die Hälfte im Preis gefallen. Da etwas moderneres (Wuhduh 2-n) meinen PowerMac 6500/250 nicht ausreizt, und die F/A 18 Korea-Demo wirklich klasse damit aussieht, konnt' ich nicht widerstehen. Für unter hundert Mark ist der Anblick wirklich traumhaft - das hat sich echt gelohnt.

Hier die F/A18 im Landeanflug . . .

. . . und einfach nur in der Luft

Fly

Und dann kam - endlich - endlich - endlich - am 24.12. noch das lange bestellte Fly! per Post reingeschneit. Na ja, die Feiertage waren damit gelaufen - oder gerettet - wie man's halt sieht. Nur leider leider ist dieser wirklich erstklassige Simulator nicht so furchtbar geschickt programmiert. Wenn man das Cockpit einblendet - und so ungefähr will man ja schon wissen, wie man fliegt - wird das Ding auf einmal halb so langsam. Satte 2-3 Bilder pro Sekunde sind ein bißchen sehr wenig um ein Flugzeug halbwegs ordentlich zu landen. Mit abgemagertem Cockpit ( shift C = Cockpit aus, shift X = Miniinstrumentenbrett an, oder mit 2x Tab die Texteinblendung für Geschwindigkeit und Höhe ein, geht es so einigermaßen - also 5-10fps, je nach Szenerie.

Beim Durchblättern des MacMagazins auf der Suche nach einem spottbilligen (hä?) G4 fiel mir dann die aktuelle Anzeige von GRAVIS in die Finger: G3/300-Upgrade-Karte für weniger als die Hälfte des Originalpreises.

Na denn, meine Herzallerliebste hat sich denn auch breitschlagen lassen, die Karte am 27.12.99 noch zu kaufen - da sie ja eh in der Stadt war . . .

Was soll ich sagen: aus den 2-3 sind 5-10 und den 5-10 so 15-25fps geworden. Damit läßt sich's schon eher mal gescheit landen. Und siehe da, die erste Landung war ordentlich auf der Landebahn, ohne einen Crash zu machen. Sobald es mir gelingt, gescheite Screenshots zu machen, werden ich die hier natürlich veröffentlichen.

Fazit: auch das Aufrüsten eines 3 Jahre alten Rechners lohnt sich bisweilen. Ach ja, natürlich laufen alle anderen Programme auch um den Faktor 2 schneller - netter "Nebeneffekt".

Jetzetle ein paar richtig gute Screenshots, den zweiten können wohl nur die richtig würdigen, die selbst schon mal versucht haben, einen Jumbo zu landen.

Mit der B747 über Frankfurt, unter der linken Tragfläche könnt Ihr den Hauptbahnhof erkennen, weiter nach rechts den Grüngürtel des City-Rings

Touchdown!. . . und endlich eine Landung mit dem Jumbo ohne daß die Passagiere das Mittagessen wieder von sich geben mußten (schwitz!)

Ein Blick über ein Ultraleichtflugzeug auf das Frankfurter Bankenviertel.

FS2004 - mit Hubschraubern!

Nach längerer Abstinenz - wegen des Systemwechsels und der Rennfahrerei - hat es mich dann doch wieder mal gereizt, einen Steuerknüppel in die Hand zu nehmen. Ich beschloß, dem neuen Microsoft Flugsimulator "Das Jahrhundert der Luftfahrt" eine Chance zu geben. Mit einem flotten Rechner inclusive schneller GraKa und einem "geerbten" Windows ME sollte das auch gut funktionieren.

Was soll ich sagen? Ich bin beeindruckt! Auch in Sachen FluSi hat sich ja einiges getan. Nun kann man nach der Vollinstallation mit 2,9GByte Platzbedarf praktisch rund um die ganze Welt fliegen. Bei unterschiedlichen Jahreszeiten sieht die Umgebung auch anders aus, und der Knüller ist das dynamische Wettermodel! Was ich außerdem bisher schmerzlich vermißte, waren Hubschrauber. Bei denen bietet es sich wegen des komplexen Flugverhaltens ja geradezu an, erst mal am Simulator zu üben. Nun gibt's auch zwei Hubschrauber. Und das Online-Manual übertreibt nicht, wenn es dort heißt: "wenn man Fliegen mit Fahradfahren gleichsetzt, dann ist Hubschrauberfliegen etwa wie Einradfahren und dabei jonglieren". Trotzdem - oder vielleicht deswegen macht es einen höllischen Spaß.

Unbedingt empfehlenswert ist auch die interaktive Flugschule, bei der man langsam aber sehr systematisch an das Fliegen herangeführt wird. Bei alledem kann natürlich auch einfach losfliegen, aber wer nicht nur durch die Luft eiern will und sich immer wundert, warum er immer knapp neben, vor oder hinter der Landebahn aufsetzt, der sollte sich mal die Theorie und die Praxis antuen. Danach klappts garantiert besser!

Ein Blick nach Seattle aus dem Cockpit des 'Robinson R22 Beta II', der sich noch relativ einfach beherrschen läßt. Ich hab mal versucht, den kleinen in etwa 10-20 Fuß Höhe von einem zum anderen Ende der Startbahn zu bewegen, ohne nennes wert den Bereich zu verlassen - es hat 40 Minuten gedauert, und ich war schweißnaß danach!

Und hier versuche ich gerade einen 'Bell 206B Jetranger III' halbwegs geordnet hoch und wieder runter zu bringen - hat noch nicht wirklich funktioniert :-(, ich werde wohl mit dem "Kleinen" noch ein bißchen üben müssen.

FS X - mit Geodaten

Und wieder sind ein paar Jahre vergangen - so etwa 6. Auf dem Linux-System hat FlightGear eine Weile Spaß gemacht, doch die 2.0er Version bekomme ich mit dem Joystick nicht vernünftig ans laufen. Also mal wieder beim Platzhirsch gelugt. Microsoft ist bei den Flugsimulatoren immer noch die Referenz - nicht zuletzt wegen der zahllosen Add-Ons - frei oder kommerziell.

So hab' ich mir dann im Mai 2011 den FSX geleistet und natürlich gleich ein wenig aufgepimpt. Ein feineres Mesh für die Geländehöhen (frei), bessere Texturen für Europa (kommerziell) und die OpenStreetMap-Daten für die Straßen. Damit kommt man dann schon zu einem recht realistischen Anblick. Die Texturen sind "realitätsähnlich", die Straßen sind korrekt - wenn auch nicht vollständig.

Wer es noch authentischer haben möchte, der saugt sich von den einschlägigen Erd-Dientsten die Satellitenbilder und bastelt sie als Add-On-Sceneries in den Flugsimulator. Das Internet bietet eine Reihe von Werkzeugen, die das sehr stark vereinfachen. Empfohlen sei Maps2Bgl von Gunnar Dähling - funktioniert wirklich klasse! Und schwupp, fühlt man sich fast wie im echten Flugzeug. Hier der Blick auf Hain - nur die platte Burg (rechts im Bild) stört ein wenig den Eindruck- direkt von oben siehts aber perfekt aus. Außerdem ist der Übergang der einzelen Kacheln noch nicht ganz optimal, im Bild als schwarze Spalte zu erkennen. Aber es muß ja noch Raum für Verbesserungen geben ;-)

Update: nach dem FSX-Update passen auch die Kacheln gut zusammen ;-)

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